Die antike Stadt Byzantion erstreckte sich von der historischen Halbinsel bis zum Goldenen Horn. Der Name „Goldenes Horn“ leitet sich von der Färbung des Himmels bei Sonnenuntergang ab. In den letzten Jahren wurden die modernen Gebäude des Gebiets entfernt, und viele historische Gebäude wurden ausgegraben und dann als Museen eröffnet. Hier befinden sich mehrere Kirchen und Moscheen zusammen mit einem Palast des Oströmischen Reiches. Die lokalen Häuser und die Nachbarschaft verleihen der Gegend ein einzigartiges Ambiente.
Moscheen, die im Namen eines Sultan erbaut wurden, wurden im Osmanischen Reich Selâtin-Moscheen genannt. Diese waren große Moscheen mit mehreren Minaretten. Die ersten Selatin-Moscheen der osmanischen Zeit sind die Große Moschee (Ulu Cami) und die Grüne Moschee in Bursa, die erste Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Die älteste Selatin-Moschee, die in ihrer ursprüngliche Form in Istanbul steht, ist die Bayezid-Moschee, die von Bayezid II. erbaut wurde.
Das jüdische Volk hat eine tiefe historische Bindung mit Anatolien. Die Überreste jüdischer Siedlungen in antiken Städten entlang der Ägäis-, Mittelmeer- und Schwarzmeerküste, wie Sardes, stammen aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Eine in Ankara gefundene Bronzesäule zeigt die Rechte, die Kaiser Augustus den Juden zuerkannt hat. Unter Osmanischer Herrschaft waren die Juden sehr willkommen. Im frühen 14. Jahrhundert ließen sich eine Reihe von aus Westeuropa vertriebenen Juden auf osmanischem Gebiet nieder.
Die ersten sieben ökumenischen Konzile fanden alle in Kleinasien und speziell in den heutigen Städten İznik, Bursa, Istanbul und Selcuk statt. Die sieben Konzile, die zwischen 325 und 787 n. Chr. abgehalten wurden, sind vor allem für ihre Lehrentscheidungen der christlichen Gesamtkirche bekannt. Sie entschieden auch über praktische Fragen, die in den Kanons festgelegt wurden.
Das multikulturelle Erbe von Türkiye reicht Tausende von Jahren zurück und zeugt von der kontinuierlichen Besiedlung durch Zivilisationen und Menschen unterschiedlichen Glaubens. Regionale Kulturen verschmolzen durch die Handelswege mit der Sprache, Literatur, Musik, Architektur und fast jedem Aspekt der Kultur.
Von Karaköy & Galata nach Taksim entlang der İstiklâl Caddesi („Unabhängigkeitsstraße“), vormals „Grand Rue de Péra“
Am Ufer des Bosporus und direkt gegenüber der historischen Halbinsel fungiert Karaköy als Durchgang zwischen Alt und Modern. Als wichtigstes Hafengebiet und Handelszentrum und des Seeverkehrs wurde Karaköy zum Schmelztiegel vieler Kulturen und Glaubensrichtungen.
Als die Türken im 11. Jahrhundert nach Anatolien kamen, verbanden Mystiker wie Mevlana Cellaledin-i Rumi (Dschalāl ad-Dīn Muhammad Rūmī), Hadschi Bektasch Wali und ihre Jünger geschickt die Elemente des Islam mit der traditionellen türkischen Kultur. Der Boden Anatoliens, wo sie auch Zugang zu alten Quellen und Überzeugungen hatten, war der perfekte Ort um diese Ideen zu verbreiten.
Die beiden Meisterwerke der Religion und Architektur, die byzantinische Kaiser den Eigenschaften Gottes, Frieden und Weisheit, gewidmet haben, finden sich in Istanbul. Aya Irini (Hagia Eirene) war dem Göttlichen Frieden gewidmet und wurde vor der Hagia Sophia erbaut, die der Göttlichen Weisheit gewidmet war. Beide wurden vom byzantinischen Kaiser Konstantin dem Großen während der Gründung der Stadt gebaut, und mehrmals bis zur Herrschaft Justinians im 6. Jahrhundert wieder aufgebaut.
Der Topkapı-Palast, war sowohl das Verwaltungs- als auch das Wohnzentrum des Osmanischen Imperiums. Er beherbergt unschätzbare heilige Reliquien, die im Has Oda, den privaten Räumen des Sultans, aufbewahrt werden. Kostbare Gegenstände des Propheten Muhammad und Gegenstände, die den Propheten Moses und Joseph, der Tochter des Propheten Muhammad, seinem Schwiegersohn und seinen Gefährten gehörten, sowie der Schlüssel zu Kaba, werden seit 500 Jahren im Topkapı-Palast aufbewahrt. Die wichtigste der Reliquien ist der Hırka-i Şerif, „der edle Mantel“, des Propheten Muhammad, welhcer während der Herrschaft von Selim I. nach Istanbul gebracht wurde. Ein weiteres heiliges Relikt ist das Sakal-ı Şerif, die Barthaare des Propheten Muhammad.